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Passionswege

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Adam Wehsely-Swiczinsky (A) mit der Petz Hornmanufaktur bei R. Horn’s Wien

Di 6.10.2009, 18 Uhr

Noch vor weniger als hundert Jahren wurden wichtige Gebrauchsgegenstände, darunter Knöpfe und Kämme, aus Horn hergestellt. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts machten ihm dann zuerst Bakelit und Zelluloid Konkurrenz, die Entwicklung der ersten Kunststoffe machte das natürlich gewachsene und in der Verarbeitung anspruchsvolle Material dann gänzlich obsolet. Einige Hüter des braunmelierten Werkstoffs gibt es allerdings noch, und Thomas Petz, der seine Hornmanufaktur im 15. Bezirk vom Großvater geerbt hat, ist einer von ihnen. Im Rahmen der Passionswege trifft nun der Industriedesigner Adam Wehsely-Swiczinsky auf einen Betrieb, der vorindustrielles Material verarbeitet. Jedes Stück aus diesem Naturprodukt ist in seiner Färbung und Maserung einzigartig. Sein erstes Projekt mit Thomas Petz baut auf den Überraschungseffekt und Kontrast: Ein ebenmäßiger, schlichter Armreif aus Horn entpuppt sich als Digitaluhr. Durch die sage und schreibe erste „Horn-sicht-brille“– sie besteht zur Gänze aus dem Material – kann man seinen Blick durch Horn filtern lassen und die Qualität des Materials haut- (und horn-) -nah erfahren. Gezeigt und aufbewahrt werden die Objekte in feinen Lederetuis von und bei R. Horn’s Wien.

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