Craig Dillon

© Craig Dillon

Passionswege

Robert Rüf

Robert Rüf (A) bei A. E. Köchert Juweliere

Do 11.10.2007, 19 Uhr

1814 gegründet stellt A.E. Köchert seit fast 200 Jahren kostbaren und repräsentativen Schmuck aus hochwertigen Edelmetallen und -steinen für den gehobenen Geschmack her. Die Entwürfe des Hauses definieren bis heute und ohne dabei bloß rückwärtsge¬wandt zu sein, was „klassischer“ Schmuck ist. Breite Popularität errang der ehemalige k. u. k. Hofjuwelier jüngst mit einer Neuauflage der „Sisi-Sterne“, die er damals für Kaiserin Elisabeth entwarf und die sie gerne im Haar trug. So wie Kaiserin Sisi selbst sind diese Schmuckstücke auch heute noch ein Renner.
Für sein Passionswege-Projekt hat sich der Industriedesigner Robert Rüf nun im Hause Köchert durch 200 Jahre Archiv geblättert und ist dabei ausgerechnet am Entwurf zu einem so unzeitgemäß erscheinenden Schmuckstück wie einem Diadem „hängen“ geblieben. Dabei hat ihn weniger das Stück an sich als vielmehr ein konstruktives Detail interessiert: eine Art und Weise der Verkettung der einzelnen Schmuckelemente an dezentralen Aufhängepunkten. Und Industriedesigner, der er ist, ersetzt Robert Rüf nun die ursprünglich elaborierten Elemente im Originalentwurf durch standardisierte und aus einem Blech geschnittene Glieder. Das konstruktive Detail wird zum Thema. Das Ergebnis sind nach einem alten Prinzip neu, rationell und gleichzeitig elegant komponierte Colliers in einigen Varianten und Größen, die der Designer in einer eigenen Installation präsentiert.

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