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Technisches Museum Wien

Ersetzen und Hinzufügen. Design von Prothesen

Su 7.10.2007, 10am

Im Herbst 2005 wurde Alltag – Eine Gebrauchsanweisung als permanente Ausstellung eröffnet. Sie untersucht das „alltägliche“ Mensch-Technik-Verhältnis und hinterfragt scheinbar selbstverständliche Handlungsmuster beim Gebrauch technischen Geräts. Benutzen wir Technik „nur“, oder ist der Umgang mit Geräten auch Ausdruck unserer Vorstellungen davon, wie wir unser Leben gestalten? Weisen wir dabei die Technik an, oder bekommen auch wir Anweisungen von ihr? In acht Denk- bzw. Tätigkeitsräumen geht Alltag – Eine Gebrauchsanweisung diesen Fragestellungen nach.

Anknüpfungspunkt des Frühstücksgesprächs ist das Ausstellungsthema ersetzen/hinzufügen. Zu sehen ist hier unter anderem eine Prothesensammlung von 1916/17 – demonstriert an vor Kraft strotzenden Adonisstatuen – neben hochfunktionellen und aerodynamisch anmutenden Produktlösungen von heute. Während die frühen Prothesen hauptsächlich konzipiert wurden, um die Silhouette eines Körpers sichtbar zu vervollständigen, so ging es nach dem Ersten Weltkrieg vor allem darum, Kriegsversehrte für den Arbeitsprozess wieder „funktionstüchtig“ zu machen. Ein C-LEG, wie es das Unternehmen Otto Bock heute entwickelt, vereint beide Ansätze, gibt dem Produkt aber mit seiner Karbonhülle eine völlig eigene Formensprache. Die klassischen Parameter des Designbegriffs „Form und Funktion“ treffen im Produkt Prothese auf eine sehr sensible Kombination. Im Gespräch soll aus der Designperspektive der Blick darauf gerichtet werden.

Es diskutieren:
Peter Kutschnigg, Designer, Otto Bock Health Care Products; Katarina Matiasek, Künstlerin und Anthropologin;
Christoph Pauschitz, Industrial Designer, GP designpartners.

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