© Daniela Jakob / Kollektiv Fischka / Admirabel - was kostet?

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Stadtarbeit


Design im Allgemeinen macht unsere Welt schöner und funktionaler. Social Design im Besonderen greift gesellschaftliche Problemstellungen auf und thematisiert diese. Es fördert den Austausch und fordert sein Publikum. Über einen Open Call ermittelte eine Fachjury fünf Projekte aus dem Bereich Social Design, die besondere gestalterische Qualitäten und Potenziale in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht aufweisen und offenlegen. Intensiv und unkonventionell in ihrer Präsentationsform zeigen die Projekte des Formates Stadtarbeit, wie Design Alternativen im täglichen Miteinander zum Ergebnis haben kann.Die Projekte werden zum Teil in Zusammenarbeit mit der Caritas realisiert. Die Projekte werden zum Teil in Zusammenarbeit mit der Caritas realisiert.

Bereits zum dritten Mal wurde dieses Jahr der Erste Bank MehrWERT- Designpreis im Format Stadtarbeit vergeben. Die Preisverleihung und Präsentation des Gewinnerprojektes fand am Samstag, den 7.10. um 17 Uhr in der Festivalzentrale Süd am Sparkassaplatz statt.

2017 Erste Bank MehrWERT-Designpreis

Die Jury hat beschlossen, das Projekt „Admirabel“ von Cosima Terrasse, Veronika Hackl und Andrea Visotschnig mit dem Erste Bank MehrWERT-Designpreis auszuzeichnen.


Wetten wird hier zur Performance, der Gewinn oder auch Verlust eines Wetteinsatzes stürzt nicht ins Verderben, sondern bereichert. „Hinter jeder Wette steckt die Hoffnung auf ein besseres Leben“, schreiben die Autorinnen und ermutigen ihr Publikum sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, indem es mit einem Gegenüber Einsatz und Gewinn ausverhandelt. Das kann einen Sprung über den eigenen Schatten erfordern, niemals aber monetäre Mittel.

Das Projekt zeichnet sich durch einen sehr guten konzeptionellen Ansatz aus, der mit gestalterischen Mitteln ausgezeichnet umgesetzt wurde. Vor allem der Entwurf des Prozesses, die Herstellung einer verlangsamten Situation, die Moderation der Verhandlung mit oder zwischen den Wettpartnern, zeigen einen spielerischen ebenso wie wohldurchdachten und künstlerisch fein konzipierten Ablauf. Ohne zu moralisieren lenken die Gestalterinnen das Publikum und schaffen Anreize, möglichst empathisch zu agieren. Mit der Verwechselbarkeit mit dem tatsächlich kommerziell agierenden Wettbüro-Unternehmen und an für dieses üblichen Standorten schafft es das Projekt ein breites Publikum anzusprechen und für das Thema zu sensibilisieren.

2017 Erste Bank MehrWERT-Anerkennungspreis

Weiters hat die Jury beschlossen, das Projekt „Drawing Public Space“ der italienischen Architektur- und Forschungsplattform ECÒL mit einem Anerkennungspreis auszuzeichnen.


Mit großem Engagement und freiwilligen Helfern wurde mit hoher Präzision ein Projekt im öffentlichen Raum umgesetzt, welches trotz seiner Qualität in Planung und Umsetzung von Architektur und Grafik dennoch zugänglich bleibt, ja sogar besonders einladend auf das Publikum gewirkt hat und über alle Sprachbarrieren hinweg für viele Begegnungen und Beteiligungen gesorgt hat. In jedem Fall hat „Drawing Public Space“ das Erscheinungsbild und die Wahrnehmung des Schwendermarkts im Festivalzeitraum grundlegend verändert.

Jury

Markus Bader (raumlaborberlin), Theres Fischill & Ruth Goubran (Erste Bank), Clemens Foschi & Georg Irsa (Caritas, Erzdiözese Wien), Jutta Kleedorfer (Mehrfach und Zwischennutzung, MA18-Stadtentwicklung und Stadtplanung), Ebru Kurbak (Künstlerin und Preisträgerin des Erste Bank MehrWERT-Designpreis 2015)
Beraterin der Jury: Lilli Hollein (VIENNA DESIGN WEEK)


hier kommen Sie zu den 'Stadtarbeit' Projekten 2017