© Rüdiger Andorfer, Beza Projekt bei Atelier Tellliez

© Rüdiger Andorfer, Beza Projekt bei Atelier Tellliez

Passionswege 2011: 4 von 9


2011-08-29

Hier stellen wir nach und nach alle neun Passionswege-Paare im Making-of-Prozess vor: heute das polnische Designbüro Beza Projekt und den französischen Tapessier Philippe Telliez!

Das von Anna Łoskiewicz und Zofia Strumiłło-Sukiennik ins Leben gerufene Designbüro Beza Projekt spezialisiert sich vor Allem auf die Erforschung und Erkundung von Design. Ihre Objekte können sowohl Produkte, aber auch Unikate für Ausstellungen sein. Neben der Erfüllung des Zwecks einer offensichtlichen Funktion ihrer Entwürfe interessiert sie vor allem ein ironischer Zugang, der selbst dem härtesten Zyniker ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ziel ist, die Menschen in einen spielerischen Zugang zu ihrer Umgebung zu führen.

Beza Projekt werden mit einem von Österreichs letzten Tapessiers zusammen arbeiten. Ein Beruf, der hier im Aussterben begriffen ist, wie der gebürtige Franzose betont. Philippe Telliez schafft in seinem Atelier nahe des Karmelitermarkts Wohnkultur, die in längst vergangene Zeiten zurückführt.

Mittlerweile hat das Passionswege Projekt eines offenen, moderierten Annäherungsprozesses zwischen Unternehmen und Designschaffenden nicht nur internationale Reputation, es ist auch jenes Format innerhalb des Festivals, für das uns die meisten Initiativ-Bewerbungen aus dem In- und Ausland erreichen.

Die Resultate dieser Zusammenarbeit, bei der es um Wissenstransfer, Wertschätzung und prozesshafte Projektarbeit geht, die befreit ist von den Zwängen und Abläufen üblicher kommerzieller Arbeitsbeziehungen, zeigen sehr eindrücklich die Bandbreite an Möglichkeiten.

Ob am Ende dieses Prozesses ein Produkt steht, das in weiterer Folge eine kommerzielle Basis für Zusammenarbeit bietet, eine Installation oder eine andere Form von Kommentar: für beide Seiten, die an diesem Projekt beteiligt sind, ebenso wie für die Besucherinnen und Besucher geht es darum, Schwellenängste und Vorurteile abzubauen und aus der respektvollen Annäherung zu lernen und zu schöpfen.

Unterstützt werden die Passionswege von der Wirtschaftskammer Wien.