Biofabrique Vienna Challenges 2026

Wirtschaftsagentur Wien/Robert Puteanu

Urban Food & Design, das gemeinsame Format der Wirtschaftsagentur Wien und der VIENNA DESIGN WEEK, widmet sich seit 2024 der Biofabrique Vienna, einem Projekt der Wirtschaftsagentur Wien, das biobasierte Materialien und zirkuläre Produktionsweisen erforscht. Im Mittelpunkt des aktuellen Entwicklungszyklus stehen die Wiener Farben: eine neue, ortsspezifische Farbpalette, die aus bislang ungenutzten organischen Reststoffen aus Wien gewonnen wird. Aufbauend auf den ersten Proben und Ergebnissen, die bei der VIENNA DESIGN WEEK 2025 präsentiert wurden, widmet sich die Ausgabe 2026 verstärkt der praktischen Anwendung im Textilbereich und darüber hinaus.
 
In der Biofabrique Vienna am Nordwestbahnhof lädt die Wirtschaftsagentur Wien dazu ein, bioregionales Design zu entdecken und zu erleben. Die mehrteilige Ausstellung zeigt, wie im Forschungsverbund von Kreativen, Industrie und Stadt aus regional verfügbaren Reststoffen neue Materialien, Produkte und Wertschöpfungsketten entstehen können. Im Fokus stehen aktuelle Projekte der Biofabrique Vienna genauso wie die Projekte der beiden Gewinner*innen der diesjährigen Challenges „Applied Colours“ und „Colours at Work“. Die Installation der Gestalterin Anna Perugini, die die Anwendung der Farben über den textilen Bereich hinaus erforscht, und die Arbeitsjacken aus recycelten T-Shirts, die der Modedesigner Stefan Decker für die Teams der Biofabrique Vienna und der VIENNA DESIGN WEEK entworfen hat, zeigen exemplarisch, wie Gestaltung, Forschung und Produktion zusammenwirken können, um zukunftsfähige Lösungen für Material-, Textil- und Produktionsfragen zu entwickeln. Neben Projekteinblicken bietet die Ausstellung die Möglichkeit, Materialien und Ausgangsstoffe mit mehreren Sinnen zu erfahren und die Potenziale einer neuen, regional verankerten Materialkultur kennenzulernen: die Biofabrique Vienna als Ort für alle, die Design nicht nur als Ergebnis, sondern als Werkzeug für Transformation verstehen.
 
Ergänzt wird die Ausstellung durch einen vertiefenden Network Day am 25.9. sowie eine Expert*innenführung am 1.10.